Wie unsere Rhône-Radtour plötzlich in der Zeitung landete
Rhône-Radtour Zeitung. Manchmal entstehen die schönsten Geschichten ganz zufällig. Seit dem vergangenen Samstag, 1. August, werde ich immer wieder gefragt: „Wie seid ihr eigentlich in die Zeitung gekommen?“ Da dachte ich mir, ich erzähle einfach einmal, wie das tatsächlich abgelaufen ist.
Angefangen hat alles beim morgendlichen Blick aufs Handy. Online las ich am 24. Juli bei den Badischen Neuesten Nachrichten einen Bericht über zwei Radfahrer, die trotz der Hitze bis nach Paris gefahren waren.
Erst einen Tag später schoss mir plötzlich der Gedanke durch den Kopf: „So etwas haben wir doch eigentlich auch erlebt.“ Schließlich waren Erich und ich mit 78 beziehungsweise 71 Jahren 481 Kilometer entlang der Rhône bis ans Mittelmeer geradelt – ebenfalls bei Temperaturen bis fast 40 Grad.
Also schrieb ich kurzerhand eine E-Mail an die BNN. Eigentlich landete sie sogar zunächst bei der falschen Redaktion. Die Redakteurin, die ich angeschrieben hatte, war im Urlaub. Damit hatte ich die Sache innerlich schon wieder abgehakt.

Doch drei Tage später schickte ich dieselbe Nachricht einfach noch einmal an die Lokalredaktion Eggenstein. Mehr aus dem Bauch heraus als mit großen Erwartungen. Und dann ging plötzlich alles ganz schnell. Keine Stunde später meldete sich Redakteur Marcel Kisch. Er schrieb, unsere Geschichte habe ihn sofort angesprochen, und er fragte, ob wir noch am selben Tag telefonieren könnten. Aus dem geplanten kurzen Gespräch wurde schließlich ein fast einstündiges Telefonat.

Mir war klar: Wenn ein Redakteur wenig Zeit hat, sollte man ihm die Arbeit so einfach wie möglich machen. Also fasste ich jeden einzelnen Blogbeitrag unserer Reise stichwortartig zusammen, stellte die komplette Serie als PDFs bereit und sortierte alle Fotos sauber nach Etappen in einer Cloud. So konnte Marcel Kisch sich schnell einen Überblick verschaffen und die passenden Bilder auswählen.
In den folgenden Tagen telefonierten wir noch zweimal miteinander. Die Zusammenarbeit war ausgesprochen angenehm und unkompliziert. Kurz vor Erscheinen des Artikels kam dann noch eine WhatsApp-Nachricht des Redakteurs: Der Bericht werde am nächsten Morgen im Blatt erscheinen und abends online gehen – inklusive Bildergalerie. Gleichzeitig bedankte er sich für die vielen Einblicke und die reibungslose Zusammenarbeit.

Als ich mir am Samstagmorgen vor meiner Kraichgau-Tour eine Zeitung kaufte, musste ich zweimal hinschauen. Nicht nur ein großer Bericht über unsere Reise – sondern bereits auf der Titelseite ein Hinweis mit Foto. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Online sieht das als Übersicht so aus, siehe Grafik.

In der Zeitung sah das so aus:


Rhône-Radtour Zeitung. Mit diesem Link der Artikel noch einmal als PDF.
Natürlich habe ich mich darüber riesig gefreut. Nicht, weil ich unbedingt einmal in der Zeitung stehen wollte. Sondern weil meine Idee, die Erlebnisse auf der ViaRhôna in einer ausführlichen Blogserie festzuhalten, dadurch noch einmal viele Menschen erreicht hat.
Vielleicht zeigt diese Geschichte auch eines: Manchmal lohnt es sich einfach, den Mut zu haben, eine freundliche E-Mail zu schreiben. Mehr als ein Nein kann schließlich nicht passieren. Ohne meinen Blog hätte es diesen Zeitungsartikel übrigens vermutlich nie gegeben. Die Blogserie war für den Redakteur Marcel Kisch die ideale Grundlage – und für mich der schönste Beweis, dass sich die viele Schreibarbeit am Ende doch gelohnt hat.
Am heutigen Vormittag schrieb mir eine ehemalige Schulkameradin eine WhatsApp, dass heute der Artikel auch in der Stadtausgabe erschienen ist. Das leitete ich in unsere Familienfruppe weiter, was meine Tochter Caroline (41) vergnügt kommentierte.

📚 Die komplette Rhône-Serie auf einen Blick
Von der ersten Planung über die einzelnen Etappen bis zum persönlichen Fazit – hier finden Sie alle Beiträge unserer Reise auf dem Rhône-Radweg von Lyon nach Montpellier.
- 🚴 Planung der Tour
- 🚆 Fahrradmitnahme mit der SNCF
- ☀️ Der Tag vor dem Start mit Wetterbericht der zu erwartenden Hitze
- 🚗 Anreise nach Lyon
- 🚴 Etappe 1: Lyon – Sarras
- 🚴 Etappe 2: Saint-Vallier – Le Pouzin
- 🚴 Etappe 3: Le Pouzin – Mornas
- 🚴 Etappe 4: Mornas – Tarascon
- 🚴 Etappe 5: Tarascon – Saintes-Maries-de-la-Mer
- 🚴 Etappe 6: Saintes-Maries-de-la-Mer – Montpellier
- 🚆 Rückreise
Viel Spaß beim Mitreisen! 🚴🇫🇷

