Rhône-Radweg Tag 2: Entspannt entlang der Rhône bis Le Pouzin
Nach der abwechslungsreichen ersten Etappe stand heute eine ganz andere Tagesaufgabe auf dem Programm. Weniger spektakulär, dafür angenehm gleichmäßig. Genau solche Tage gehören zu einer längeren Radtour einfach dazu. Rhône-Radweg Tag 2.
Um 8:10 Uhr waren wir in Saint-Vallier startklar. Bevor wir losradelten, suchten wir zunächst eine Bäckerei für ein kleines Frühstück. Nach kurzer Suche wurden wir fündig. Kaffee und Croissant schmeckten direkt neben unseren Fahrrädern auf der Straße besonders gut.
Nach etwa einer Stunde erreichten wir Tournon-sur-Rhône. Dort besichtigten wir das Denkmal von Marc Seguin, der hier 1825 eine der ersten Hängebrücken Europas errichtete. Der Ort weckte Erinnerungen an unsere Rhône-Flusskreuzfahrt im vergangenen Jahr. Damals lag unser Schiff hier vor Anker und wir konnten die historische Brücke und das reizvolle Städtchen bereits in aller Ruhe erkunden.
In einem Park in Valence entdeckten wir ein Denkmal für den berühmten französischen Chansonnier Charles Aznavour. Wenig später erreichten wir das monumentale Portal Saint-Ruf, den letzten erhaltenen Teil der ehemaligen Abtei des Ordens von Saint-Ruf. Anschließend führte uns der Weg zur Cathédrale Saint-Apollinaire. Leider verhinderten Bauarbeiten einen Blick ins Innere der sehenswerten Kirche.
Nach dem Einchecken, einer erfrischenden Dusche und einer kurzen Verschnaufpause radelten wir noch etwa zwei Kilometer ins Zentrum von Le Pouzin. Im Intermarché kauften wir das Nötigste für die kommenden Tage: Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 50, frisches Obst und Müsliriegel als Energiereserve.
Den Abend ließen wir im Hotelrestaurant bei einem gemütlichen Essen ausklingen. Dabei blickten wir noch einmal auf den Tag zurück, bevor wir später müde, aber zufrieden ins Bett fielen. Am Ende zeigte unser Tacho 74,9 Kilometer.
Das Frühstück für morgen ist bereits kurz nach sechs Uhr geplant. Die kühlen Morgenstunden wollen wir möglichst gut ausnutzen, bevor die Hitze des Tages einsetzt.
Mein Fazit
Die zweite Etappe war sicher nicht die spektakulärste unserer Tour. Gerade das machte jedoch ihren besonderen Reiz aus. Keine allzu großen Herausforderungen, keine außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten – dafür entspanntes Radfahren, gleichmäßiges Vorankommen und viel Zeit, die Landschaft und den Moment bewusst zu genießen. Solche Tage gehören zu jeder längeren Radreise dazu.
