Unsere Kraichgau-Radtour – Tag 1: Rund um den Heuchelberg

Kraichgau-Radtour rund um den Heuchelberg. Letzte Woche habe ich die Planung unserer drei Tage abgeschlossen. Heute ging es los. Mein Fahrrad hatte ich schon gestern Abend auf dem Fahrradträger aufgeladen. Doch auch das schönste Radvergnügen bleibt nicht ganz von kleinen Missgeschicken verschont. Beim Festdrehen und anschließenden Abschließen des Befestigungsknaufs am Fahrrad zerbröselte kurzerhand das Schloss – der Knauf lässt sich seitdem nur noch leer drehen. Wie ich die Befestigung später in Eppingen wieder lösen werde, weiß ich im Moment selbst noch nicht. 😄

Heute Morgen war ich pünktlich um 8:00 Uhr bei Peter. Nachdem wir sein Fahrrad ebenfalls aufgeladen hatten, starteten wir mit dem Auto in Richtung Eppingen.

Um 9 Uhr kamen wir an unserem Hotel, dem Altstadthotel Wilde Rose, an. Zu dieser frühen Uhrzeit konnten wir natürlich noch nicht einchecken, aber das spielte keine Rolle. Schließlich wollten wir gleich zu unserer ersten Runde um den Heuchelberg starten. Also die Fahrräder vom Fahrradträger genommen (kaputte Befestigung löste sich gut), auf die Sättel und fertig, los! Was gibt es Schöneres, als bei bestem Wetter mit dem Rad in den Tag zu starten? Peter und ich machten uns im Sattel auf den Weg, um die Runde rund um den Heuchelberg zu erkunden. 

Unsere Rundtour startete am Altstadthotel Wilde Rose in der Fachwerkstadt Eppingen und führte uns vorbei an Weinbergen einmal rund um den Heuchelberg. Am Morgen war es noch etwas kühl und erst gegen 12 Uhr kam die Sonne gut wärmend hinter den Wolken hervor. Unseren ersten kurzen Stopp legten wir am Schloss Gemmingen ein. 

Das Gemminger Schloss blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seine heutige Gestalt stammt aus dem späten 16. Jahrhundert und gehört zur süddeutschen Renaissance. Von den ursprünglich drei Schlössern der Herren von Gemmingen ist es heute das einzige, das noch erhalten ist.

Geografisch durchquerten wir dabei das abwechslungsreiche Übergangsland zwischen dem Kraichgau und dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Wir verließen die sanften, offenen Acker- und Wiesenbachtäler und radelten hinein in die wald- und weinbestandenen Riedel des Keuper-Höhenzugs des Heuchelbergs. Über Schwaigern, mit einem Halt am Schloss Schwaigern und der dortigen Stadtkirche, ging es dann hinauf zur Heuchelsberger Warte auf dem Heuchelsberg. 

Das Schwaigerner Schloss entstand ab 1702 an der Stelle einer zuvor zerstörten Burg und wurde über mehrere Jahrhunderte immer wieder erweitert. Heute prägt die historische Anlage zusammen mit der Stadtkirche das Stadtbild von Schwaigern.

Die weitere Strecke verlief größtenteils flach bis moderat hügelig. Gegen 12 Uhr fanden wir in Brackenheim die unscheinbare Pizzeria La Terrazza. Was uns überzeugte, war allerdings die Speisekarte, und so aßen wir dort prächtig zu Mittag. Anschließend folgten wir weiter den idyllischen Flussläufen von Katzenbach, Leinbach, Zaber und Himmelsbach, wobei der Rhythmus der Tour zunächst vom entspannten, welligen Dahingleiten geprägt war. Doch der erste Schein trügt: Wenn die Route aus den Tälern herausführte, lauerten die echten „Wadenbeißer“. 

In Güglingen besuchten wir die archäologische Freilichtanlage „Römischer Vicus und Mithräen von Güglingen“. Viel war davon zwar nicht mehr übrig, es ist aber immer wieder faszinierend, den Spuren der alten Römer zu folgen.

Bei einigen Anstiegen brannte uns ordentlich die Lunge, bevor wir mit einem fantastischen Panorama belohnt wurden. So war es auch im Naturpark Stromberg-Heuchelberg, als wir den Stausee Ehemetsklinge erreichten und dort eine Erholungspause einlegten. Zuvor verlor Peter an seinem E-Bike eine Schraube und das Bike wackelte wie ein Kuhschwanz. Kurzerhand schraubten wir vom Fahrradständer eine der zwei passenden Schrauben ab und stabilisierten damit wieder den Rahmen. Gewusst wie! 

Anfang August diesen Jahres machte ich schon einmal eine Radtour von Eggenstein aus zur Burg Ravensburg. Der Weg kurz vor dem Ende unserer Tour, hinauf zur historischen Burg Ravensburg, verlangte von uns noch einmal einen kurzen, knackigen Kraftaufwand ab. Das war der letzte Anstieg, der uns den Schweiß auf die Stirn trieb, ehe wir entspannt zurück nach Eppingen rollten.

Ein gelungener Auftakt unserer dreitägigen Radtour im Kraichgau: schöne Landschaften, Weinberge, idyllische Bachläufe und natürlich die eine oder andere Herausforderung für unsere Waden.

Kraichgau-Radtour rund um den Heuchelberg. Am Abend waren wir dann in der schönen Eppinger Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern fast verzweifelt unterwegs, bis wir doch noch ein Restaurant zum Abendessen fanden. 

Unsere Fahrstrecke am ersten Tourtag mit den Steigungen
Unsere Runde am ersten Tourtag

Dienstag, 29. September 2026. Unsere Kraichgau-Radtour – Tag 2: Die Panorama-Tour rund um Bretten

 

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