Wasserhilfe Kenia Schule Dalu – wie ein kleiner Beitrag große Wirkung entfaltet
Wasserhilfe Kenia Schule Dalu. Vor ein paar Wochen hat uns unser Nachbar in einer Alltagssituation ganz ungewohnt geholfen. Er brauchte keine Gegenleistung für seine Unterstützung – kein Geld, keine Gefälligkeit, nichts. Stattdessen bat er darum, den Betrag als Spende für eine ihm vertraute, private Hilfsaktion in Kenia einzusetzen. Rita hat das sofort unterstützt – und damit eine Kette von wirkungsvoller Hilfe ausgelöst.
Was dann kam, war berührend: Vor wenigen Tagen erhielten wir Fotos und ein Video aus Kenia, in dem sich Kinder herzlich bei Rita für das Wasser bedanken. Diese Bilder haben uns tief bewegt und zeigen eindrücklich, dass Hilfe ankommt – dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Das Video aus Kenia mit der Wasserlieferung:.
Wo das Wasser ankam – in Dalu, Tana River County, Kenia

Wasserhilfe Kenia Schule Dalu. Das Wasser wurde an eine Schule in Dalu geliefert – einem Ort im Tana River County im Osten Kenias. Dieses Gebiet gehört zu den besonders trockenen Regionen des Landes und kämpft seit Jahren mit Wasserknappheit und Dürre. (kenyanews.go.ke)
Gerade hier ist Zugang zu sauberem Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit, sondern ein kostbares Gut: Viele Schulen in Tana River County haben nur sehr eingeschränkte Wasserversorgung oder müssen Wasser über große Entfernungen beziehen.
Für wen ist das Wasser bestimmt?
Das Wasser kommt aktuell den 253 Schülerinnen und Schülern dieser Schule in Dalu zugute. Die Bedingungen vor Ort sind hart: Die Kinder laufen oft viele Kilometer bei Temperaturen von 35–40 °C, um zur Schule zu kommen – und brauchen dringend Wasser zum Trinken und für den Schulalltag. Zusätzlich wurde über Weihnachten Wasserlieferungen (20 000 Liter) in die angrenzenden Dörfer organisiert.
Das macht deutlich: Wasser ist mehr als ein Grundbedürfnis – es ist eine Voraussetzung fürs Lernen und Leben.

Wie läuft so ein Transport ab?
Das Wasser wird aus einem Brunnen in Garissa geholt – einer Region, die Zugang zu sehr tiefem Grundwasser hat. Ein LKW braucht für diese Strecke etwa 3 Stunden, bis er in Dalu ankommt und das Wasser abliefert. Diese Transporte sind logistisch anspruchsvoll, aber lebensnotwendig.
Wie viel Wasser ist das eigentlich?
Die Lieferung umfasste 10 000 Liter Wasser, die Kosten lagen bei etwa 9700 kenianischen Schillingen – das entspricht ungefähr 65 – 70 Euro (je nach Wechselkurs). Diese Menge reicht, wenn sie nur als Trinkwasser genutzt wird, etwa 2–3 Wochen für eine Schulbevölkerung dieser Größe. Schon dieser einzelne Transport kann also den Alltag der Kinder signifikant erleichtern.
Wie entstand der Kontakt zur Schule?

Vor Ort engagieren sich Menschen, die echte Verbindungen aufgebaut haben: Dr. med. Elisabeth „Adetta“ Heynold war im Februar 2020 erstmals in Kenia – ursprünglich im Urlaub, ohne konkrete Hilfeabsichten.
Dort lernte sie mit einer Gruppe von Kitesurfern lokale Kinder und Lehrer kennen. Gemeinsam wurde in Timboni/Watamu eine kleine (Vor-)Schule gebaut, die heute fast 90 Kinder täglich mit Unterricht, Frühstück und Mittagessen versorgt (www.elmamakindergarten.org). Elisabeth „Adetta“ Heynold schickte Rita auch das Video, die Fotos und die ganzen Informationen.
Ein Lehrer aus dieser Zeit, Danson Kirao, wurde später nach Dalu versetzt und leitete dort als Direktor die Schule, die nun von Wasserknappheit und Mangelernährung betroffen ist. Über ihn kam der Kontakt zu den aktuellen Hilfsaktionen zustande. Anfang Januar wurden dort bereits Schulmaterialien hingeschickt und jetzt regelmäßig Wasserlieferungen organisiert.

Dass Menschen wie Danson und das Lehrerteam vor Ort diese Projekte koordinieren, zeigt, wie wichtig lokale Netzwerke für nachhaltige Hilfe sind.
Warum ich das erzähle – und was Sie daraus mitnehmen können
Diese Geschichte zeigt auf beeindruckende Weise:
Auch kleine Beiträge können Großes bewirken.
Mit einem Betrag, der für uns minimal erscheint, kann vor Ort der Zugang zu lebenswichtigem Trinkwasser geschaffen werden – für Kinder, die sonst tagtäglich kilometerweit laufen müssten, bevor sie überhaupt ihren Unterricht beginnen.
Hier geht es nicht um große Summen oder spektakuläre Projekte. Es geht um Menschlichkeit, direkte Hilfe und Respekt vor den Lebensbedingungen anderer.
Und am Ende zeigt uns dieser kleine Kreis von Hilfe – vom Nachbarn über Rita zu den Kindern in Kenia – genau das, was wirklich zählt:
Jeder hilft dort, wo er kann – jeder an seinem Platz und nach seinen Möglichkeiten.
