Einleitung
Markus Frohnmaier polarisiert – nicht nur politisch, sondern auch durch sein persönliches Verhalten im aktuellen Wahlkampf in Baden-Württemberg.

Für mich ist Frohnmaier kein ernsthafter Politiker, sondern ein Lügner, Heuchler und karriereorientierter Rechtsaußen, dessen politische Botschaften weit über das hinausgehen, was er tatsächlich umsetzen kann oder will.
1. Ministerpräsidenten-Kandidat, aber ohne Landtagskandidatur
Im Mai 2025 haben die Delegierten der AfD Baden-Württemberg Markus Frohnmaier offiziell zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 8. März 2026 gewählt – mit überwältigender Zustimmung. Doch es gibt einen entscheidenden Haken: Frohnmaier will selbst gar nicht für den Landtag kandidieren oder dort sitzen.
Er tritt nur als „Ministerpräsidenten-Kandidat“ an, ohne sich Listenplatz oder Mandat im Landesparlament zu sichern. Das bedeutet: Selbst wenn die AfD Stimmengewinne erzielt, könnte Frohnmaier nicht im Landtag sitzen. Es ist also faktisch eine reine PR-Funktion ohne rechtliche Substanz. Dieses Vorgehen wirkt weniger wie strategische Planung als vielmehr wie reiner Selbstzweck.
2. Versprechen, die er nicht umsetzen kann

Was Frohnmaier im Wahlkampf postuliert, ist vielfach politisches Wunschdenken ohne Umsetzungskraft auf Landesebene.
Forderungen wie ein strengerer Schulalltag oder das Hissen nationaler Symbole sind reine Symbolpolitik, die auf breit gesellschaftliche Zustimmung zielt, aber wenig rechtliche oder praktische Umsetzungskraft im föderalen System haben.
Noch gravierender ist, dass er suggeriert, als Ministerpräsident könne er „unser Land zurückholen“ oder große staatliche Entscheidungen treffen – doch viele dieser Themen sind Bundessachen und liegen nicht im Zuständigkeitsbereich eines Landesregierungschefs.
Hier wird gezielt mit simplen Parolen gearbeitet, die in der Realität nicht mehr als Wahlkampf-Marketing sind.
3. Bundestags-Karriere über Landespolitik
Ein weiterer Punkt, der meine Kritik bestätigt, ist Frohnmaiers Position im Bundestag: Seit 2017 ist er MdB für die AfD, stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion sowie außenpolitischer Sprecher.
Intern ist klar: Er will diese Bundestagsmandate behalten, auch wenn er in Baden-Württemberg „Ministerpräsident“ werden möchte. Das zeigt ein grundlegendes Interessen-Dilemma: Seine Priorität ist offenbar die bundespolitische Karriere und Präsenz in Berlin – nicht das konkrete Engagement im Landtag von Baden-Württemberg.
4. Fehlender lokalpolitischer Rückhalt
Dies zeigt auch sein politischer Lebenslauf: Frohnmaier ist seit Jahren nicht in lokalen politischen Gremien aktiv und hat nicht einmal ein Mandat in seiner Heimatstadt oder Gemeinde errungen, als er dafür antrat. Dieses lokale Engagement, das politische Glaubwürdigkeit und Bodenhaftung schafft, fehlt bei ihm komplett.
Daraus ergibt sich der Eindruck: Frohnmaier sucht nicht das Mandat beim Volk, sondern die Titel und Medienaufmerksamkeit seiner Funktion.
5. Kritik und Kontroversen: Mehr als nur rhetorischer Stil
Medien und politische Beobachter ordnen Frohnmaier als rechtsextremen bzw. rechtspopulistischen Politiker ein. Er gilt als enger Vertrauter der AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und ist Co-Vorsitzender des AfD-Landesverbands Baden-Württemberg.
Die Partei selbst wird vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Bestrebung im Verdachtsfall eingestuft – ein Umstand, der gerade im Wahlkampf in Baden-Württemberg politisch brisant ist.
Das politische Publikum spaltet sich zunehmend darüber, wie man mit solchen Akteuren umgeht. Innerhalb demokratischer Debatten steht Frohnmaier für viele daher nicht für lösungsorientierte Politik, sondern für Provokation mit wenig Substanz.
Fazit: Ein Politiker ohne Kompetenz-Transfer
Aus all dem ergibt sich für mich ein klares Bild:
-
Lügner? Er verspricht weitreichende politische Veränderungen, die er rechtlich und faktisch nicht umsetzen kann.
-
Heuchler? Er tritt für Baden-Württemberg an, ohne sich dem demokratischen Prozess einer echten Kandidatur im Landtag zu stellen.
-
Opportunist? Seine politische Agenda ist weniger Landes- als vielmehr bundespolitisch orientiert.
Markus Frohnmaier ist ein Beispiel dafür, wie Wahlkampf oft auf Symbolpolitik statt auf Substanz setzt. Seine Nominierung mag die AfD als Partei stärken, aber sie zeigt auch, wie wenig politische Verantwortung Frohnmaier für das eigene Wahlvolk trägt!

Fakten gegen die AfD: Warum die Website afd-verbot.de für unsere Demokratie so wichtig ist

